Wirkungsweise

Nachfolgend sind die im Olivenblatt enthaltenden Bestandteile ausführlich aufgelistet:

OLEUROPEIN ist das Hauptmolekül; es handelt sich um ein bitteres Glucosid, das als Antioxidationsmittel in Verbindung mit Flavonoiden und Phenolen eine stärkere Wirkung hat als Vitamin C und E..

HYDROXYTYROSOL ist ein natürliches Polyphenol. Es wirkt als Antioxidationsmittel und hemmt Oxidationsprozesse in Verbindung mit typisch degenerativen Krankheiten der Zellveränderung und -alterung (Arthrose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arteriosklerose, Demenz). Hydroxytyrosol fördert die Bildung von GLUTATHION, einem wichtigen Antioxidationsmittel, das von den Zellen unseres Körpers hergestellt wird.

TYROSOL ergänzt die Wirkung der wichtigsten Antioxidationsmittel. Es verbessert die Stoffwechseltätigkeit der Hauptorgane (Leber, Muskeln, Herz), fördert die geistige Vitalität und wirkt als Antistress- und Antidepressionsmittel. Zugleich reduziert es geistige Erschöpfung und steigert die Gedächtnisleistung und das Konzentrationsvermögen.

In Verbindung mit weiteren Phenolen reguliert es das Körpergewicht und hilft im Fall von Übergewicht und Fettleibigkeit beim Abnehmen. Durch die Stimulierung von Zellenzymen, die die Mobilisierung von Fetten im Speichergewebe vorantreiben und sie in einfach abbaubares Fett verwandeln, wird Energie freigesetzt und gleichzeitig das Hungergefühl gesenkt.

ELENOLISCHE SÄURE ist ein Antioxidationsmittel, das den Blutkreislauf verbessert. In vitro hat es sich als bedeutendes antibakterielles und antivirales Mittel mit positiver Wirkung bei der Prävention und der schnellen Heilung von Infektionskrankheiten erwiesen

RUTIN – auch „Vitamin P“ genannt – ist ein wichtiges Antioxidationsmittel. Es hilft bei der Bekämpfung von Krankheiten, angefangen von der kleinsten Grippe bis hin zu schweren Virusinfektionen. Außerdem hat es eine positive Wirkung auf den Mikroblutkreislauf (als Schutz gegen Kapillarruptur), macht das Blut flüssiger und hemmt die schädlichen Wirkungen von Übergewicht, Cholesterin und hohen Blutzuckerwerten. Dazu wirkt es sich positiv auf den lymphatischen Kreislauf der Beine aus und verhindert die Ansammlung von Körperflüssigkeiten. Zudem wirkt es als Antihistaminikum.

Wirkung auf zerebraler Ebene

Die im Olivenblattextrakt enthaltenen phytoaktiven Substanzen wirken auf die Werte und die Leistung der Monoamine (chemische Neurotransmitter wie Dopamin, Adrenalin, Norepinephrin, Serotonin), indem sie die Enzyme hemmen, die für ihren Zerfall verantwortlich sind. Dadurch kommt es zu einer Verbesserung der Stoffwechseltätigkeit des Gehirns mit antidepressiver Wirkung und einer Steigerung der Gedächtnisleistung und des Konzentrationsvermögens.

Die Wirkstoffe haben zudem eine ausgleichende Wirkung auf die Opioidpeptide (Betaendorphine), die geistige Erschöpfung reduzieren und das Wohlbefinden steigern.

Hypotonische Wirkung

Das Olivenblattextrakt ist bei der Regulierung des arteriellen Blutdrucks von großem Nutzen.

Es hat eine regulierende Wirkung auf das Gleichgewicht zwischen Natrium und Kalium im Blutserum und Urin; zudem reguliert es durch eine Verbindung von oxydativen Enzymen, die Kupfer enthalten, den Kupferstoffwechsel im Gehirn und in der Leber und verringert Stresshormone wie Adrenalin und Noradrenalin, wodurch der arterielle Blutdruck ausgeglichen wird.

Herzstärkende Wirkung

Die im Extrakt enthaltenen Antioxidatien stärken das Herz und beugen Herzrhythmusstörungen vor.

Studien haben ergeben, dass Antioxidantien bei Angina eine wichtige Rolle spielen und das Risiko einer Herzerkrankung reduzieren.

Klinische Studien unterstreichen außerdem die herzschützende Wirkung von Oleuropein bei Patienten, die an Verstopfung der Herzkranzgefäße leiden.

Blutzuckersenkende Wirkung

Das Olivenblattextrakt zeigt seine Wirksamkeit bei leichten Formen der Zuckerkrankheit: Es trägt dazu bei, den überschüssigen Zuckergehalt im Blut zu senken. Dadurch sinkt der Insulinbedarf und steigt die Glucosetoleranz.

Die blutzuckersenkende Eigenschaften regulieren den Blutzuckerspiegel und können auch bei Fettstoffwechselstörungen eine bedeutende Rolle spielen.

Schlankmachende Wirkung

Die Bestandteile des Olivenblattextrakts regulieren den Stoffwechsel von Fett und Kohlenhydraten und verhindern somit Fettleibigkeit. Bei Übergewicht eignen sie sich bestens zur Verringerung des Fettanteils, insbesondere im Bauchbereich

Anti-Cellulite Wirkung

Das Olivenblattextrakt fördert die Beseitigung von Fettablagerungen, die für die Bildung von Cellulite, der sogenannten „Orangenhaut“, verantwortlich sind.

Durch seine drainierende und straffende Wirkung hilft es bei der Beseitigung von übermäßigem Fett in den „Problemzonen“

Harntreibende Wirkung

Das Olivenblattextrakt führt zu Gefäßerweiterung und vermehrter Harnausscheidung und fördert dadurch die Beseitigung zahlreicher Abbauprodukte (bei Entzündungen und bei Ablagerungen in den Gelenken, wie z. B. von Harnsäure im Fall von Gicht) durch die Nieren.

Adstringierende und schützende Wirkung auf Haut und Schleimhäute

Die adstringierende Wirkung des Olivenblattextrakts beruht auf den enthaltenen Tanninen, die für die Behandlung von Hauterkrankungen (wie Dermatitis und Erythemen) eine große Rolle spielen. Sie schützen vor Hautalterung und Hautschäden, die durch UV-Strahlung verursacht werden.

Tannine haben auch eine äußerst positive Wirkung auf die Schleimhäute (sie schützen vor Entzündungen des Verdauungstraktes, Sodbrennen, Gastritis und Geschwüren). Das Extrakt beugt zudem der Bildung von Hämorrhoiden vor.

Antimykotische Wirkung

Der Phytokomplex aus Olivenblättern aktiviert den Zellschutz des gesamten Körpers. Dies geschieht durch wichtige Immunzellen wie z. B. Makrophagen, die für die Beseitigung von Abfallsubstanzen, Zellrückständen sowie viral und bakteriologisch kontaminierten Zellen zuständig sind.

Diese Wirkung wird durch die antimykotische Wirkung (gegen Pilzbefall) und die Verhinderung der Aggregation von Blutplättchen (Ursache für Thrombosenbildung) ergänzt.

Außerdem schützen die Phytoextrakte im Allgemeinen vor der Bildung und dem Wachstum von Bakterien, Hefen, Pilzen (einschließlich Candida albicans), Schimmelpilzen und anderen Parasiten.

Antivirale Wirkung

Die Elenolische Säure ist ein Bestandteil des Olivenblattextrakts und ein antibakterielles Mittel mit antiviraler Wirkung gegen Viren, die für Herpes, Erkältung, Grippe und weitere Viruskrankheiten verantwortlich sind.

Antitumorale Wirkung

Aus vielen epidemiologischen Studien geht hervor, dass eine kontinuierliche Verwendung von Produkten aus Olivenblättern eine präventive Wirkung gegen Krebs hat.

Jüngste statistische Angaben zeigen, dass Phenole in der Anfangsphase neoplastischer Krankheiten (Krebserkrankungen) hemmend wirken können und im Allgemeinen degenerativen Krankheiten vorbeugen.

Wirkung auf die glatte Muskulatur

Die verschiedenen im Olivenblattextrakt enthaltenen Antioxidationsmittel haben bei Personen, die zu Krämpfen neigen, eine muskelentspannende Wirkung. Außerdem führen sie zu einer Erweiterung der Blutgefäße im Kreislaufsystem, was eine direkte Folge der entspannenden Wirkung auf die glatten Muskelfasern der Gefäßwände darstellt.

Diese Erweiterung der Blutgefäße erfolgt auch im Koronarsystem. Ein gesunder Blutkreislauf kann sich positiv auf den Geschlechtsverkehr auswirken. 

Spezifische antiradikale Wirkung

Aus zahlreichen klinischen Studien geht hervor, dass das Olivenblattextrakt eine sehr wichtige antiradikale Wirkung hat. Eine vergleichende Untersuchung der 60 wichtigsten Phytoextrakte zeigt, dass das Olivenblatt das bedeutendste Antiradikalmittel darstellt.

Außerdem belegen klinische Studien, dass das Olivenblattextrakt den Glutathionspiegel, das wichtigste Antioxidationsmittel unseres Körpers, beachtlich erhöht. 

Gefäßerweiternde/antihypertensive Wirkung

Jüngste Studien über die Wirksamkeit des Extrakts aus Olivenblättern haben eine Calciumantagonisten-Funktion an Licht gebracht.

Die blutdrucksenkende Wirkung des Extrakts wurde zum ersten Mal 1951 nachgewiesen und etwa zehn Jahre später von einigen italienischen Forschern bestätigt. Diese Ergebnisse weckten das Interesse für den Phytokomplex, der Gegenstand zahlreicher Untersuchungen in vitro und an Tieren war. 1991 haben einige Forscher nachgewiesen, dass Oleuropein der wichtigste blutdrucksenkende Wirkstoff ist.

Der Wirkungsmechanismus erfolgt laut Studie durch die Hemmung der L-Typ-Calciumkanäle und zwar sowohl direkt als auch indirekt, wodurch die Gefäße erweitert werden.

Eine jüngste Studie, die an Freiwilligen durchgeführt wurde, hat diese Vermutungen bestätigt. Es wurde nämlich zum ersten Mal die tatsächliche Verbindung zwischen Einnahme des Extrakts aus Olivenblättern und der Abnahme des diastolischen und systolischen Blutdrucks mit der Zunahme von Stickstoffmonoxid (NO) im Blut festgestellt. Interessant ist, dass die Ergebnisse der Studie in allen Freiwilligen erkennbar waren, die dem Test unterzogen wurden.

Eine an Ratten durchgeführte Studie zeigt, dass der mittlere arterielle Blutdruck nach Verabreichung einer Dosis OLE (Olive Leaf Extract) zwischen 100 und 1.000 mg/kg über einen Zeitraum von 2-6 Wochen beträchtlich gesunken ist.

In einer klinischen Studie an 40 eineiigen Zwillingspaaren, die an Borderline-Hypotonie leiden, wurde die Abnahme des arteriellen Blutdrucks nach der Einnahme des Olivenblattextrakts gemessen. Die Zwillinge wurden dabei getrennt und auf eine Kontrollgruppe oder zwei Behandlungsgruppen aufgeteilt. Die zwei Behandlungsgruppen wurden über einen Zeitraum von acht Wochen mit 500 bzw. 1.000 mg OLE pro Tag behandelt. Dabei wurden alle zwei Wochen das Körpergewicht, die Herzfrequenz, der arterielle Blutdruck, der Blutzucker und die Blutfette gemessen. Nach sechs Wochen waren die Werte des arteriellen Blutdrucks in beiden Gruppen niedriger als die Werte der Kontrollgruppe, in der kein Extrakt verabreicht wurde; der systolische Blutdruck betrug bei der mit 500 mg OLE behandelten Gruppe um 6mmHg weniger und bei der mit 100 mg behandelten Gruppe um 13 mmHg weniger. Am Ende der Studie blieb der mittlere Blutdruck der Kontrollgruppe und der mit 500g OLE behandelten Gruppe unverändert, während der systolische Blutdruck der Personen, die mit 1000 mg behandelt wurden, beachtlich gesunken war (137±10 zu 126±6; p<0.01). Bei allen Personen wurde ein niedrigerer Cholesterinspiegel im Blut festgestellt, wobei die anderen Parameter gleich blieben.

Bei einer weiteren Studie (n=30) wurde eine bedeutende Abnahme des Blutdrucks bei hypertonischen Patienten erreicht, denen über einen Zeitraum von drei Monaten vier Mal pro Tag 400 mg OLE in flüssiger Form verabreicht wurde.

Bei einer Studie mit elf freiwilligen, gesunden, männlichen Nichtrauchern haben die Polyphenole aus den Olivenblättern eine hemmende Wirkung auf die Aggregationsfunktion der Blutplättchen in vitro gezeigt. Die Polyphenole des Phytokomplexes haben bei zunehmender Konzentration von Oleuropein eine bedeutende, von der Dosierung abhängige Unterdrückung der Freisetzung von ATP und der Blutplättchenaggregation gezeigt. Daraus lässt sich schließen, dass sich das Extrakt dank der blutverdünnenden Wirkung, die der Bildung von Blutplättchenaggregaten vorbeugt und daher Thromboseerkrankungen verhindert, positiv auf den Blutkreislauf auswirkt.

Blutzuckersenkende Wirkung

Neben der erwähnten gefäßerweiternden Wirkung wurde auch eine positive Wirkung auf den Blutzuckerspiegel festgestellt. Bei Ratten, die an durch Alloxan hervorgerufenem Diabetes leiden, konnte eine Menge von 16 und 32 mg/kg des Extrakts die Blutzuckerwerte beträchtlich senken und je nach Dosierung auch zu einer höheren peripherischen Glucose-Aufnahme führen.

Außerdem zeigte der Inhalt in Luteolin und Oleanolsäure bei Ratten mit Diabetes eine hemmende Wirkung auf den Blutzuckeranstieg nach dem Essen.

Cholesterinsenkende Wirkung

Die Low-Density-Lipoproteine LDL sind in erster Linie an Kreislauferkrankungen beteiligt, führen zu atheromatösen Plaques und zu Arteriosklerose. Es ist sowohl in vitro als auch in vivo nachgewiesen worden, dass Oleuropein in der Lage ist, die Oxidation von Low-Density-Lipoproteinen (LDL) zu verringern und deren schädliche Wirkung dadurch zu hemmen.

Die Wirkung von Olivenblättern gegen Atherosklerose wurde an zwei Gruppen von Kaninchen nachgewiesen, die einer Diät mit hohem Fettgehalt unterzogen wurden, wobei einer Gruppe Oleuropein verabreicht wurde. 

Nach sechs Wochen konnte festgestellt werden, dass die Tiere der Gruppe „ohne Oleuropein-Behandlung“ höhere Cholesterin-, Triglycerid- und LDL-Werte hatten; außerdem zeigte diese Gruppe dickere Fettablagerungen in der Aorta – im Gegensatz zur Gruppe, die mit dem Olivenblattextrakt behandelt wurde.

Antivirale Wirkung

Forscher haben gezeigt, dass die Bestandteile von Olivenblättern, insbesondere Elenolsäure und ihr Salz, Calcium Elenolat, in vitro bei der Wachstumshemmung zahlreicher Viren, darunter Parainfluenza, Herpes simplex, Pseudorabies-Virus, Polio 1-, 2-, 3-Virus, Rhinovirus, Myxoviren, Coxsackie-Virus, Varizella-Zoster-Virus, Encephalomyocarditis-Virus und zwei Leukämie-Virenstämme, wirksam sind.

Auf der Grundlage der anerkannten antiviralen Wirkung von OLE und der zahlreichen anekdotischen Meldungen von AIDS-kranken Patienten, die OLE genommen haben, konnte das Extrakt das Immunsystem deutlich stärken, die Virusbelastung senken, chronische Erschöpfungszustände mildern, die Behandlung des Kaposi-Sarkoms und von Infektionen durch das Herpex simplex-Virus unterstützen und die Nebenwirkungen der antiretroviralen medikamentösen Therapie senken.

Antiosteoporotische Wirkung

2015 wurde eine Doppelblindstudie abgeschlossen, die das Ziel hatte, die antiosteoporotischen Eigenschaften des Olivenblattextrakts bei knochenschwundgefährdeten Personen zu untersuchen. Auf der Grundlage einer präklinischen Studie wurde nachgewiesen, dass der Phytokomplex aus Olivenblättern vor Knochenschwund schützen kann, wobei er die Aktivität der Osteoblasten verstärkt und die Bildung von Adipozyten bei Frauen nach dem Wechsel eindämmt. An der Studie haben 64 unter Osteopenie leidende Frauen mit einer Knochenmineraldichte BMD

T-score zwischen 1,5 und 2,5 an der Lendenwirbelsäule (L2-L4) teilgenommen. Ihnen wurde über einen Zeitraum von zwölf Monaten eine Tagesdosis von 250 mg Olivenblattextrakt + 1000 mg Calcium verabreicht.

Nach den zwölf Monaten wurden die Werte des Markers für pro-osteoblastisches Osteocalcin, die BMD und das Lipidprofil des Blutes gemessen. Im Allgemeinen wurde im Vergleich zur Placebogruppe eine bedeutende Verbesserung in der Behandlungsgruppe festgestellt. Gleichzeitig sank die BMD in der Placebogruppe, während sie in der Behandlungsgruppe gleich blieb. Außerdem verbesserte sich das Lipidprofil: Der Gesamtcholesterinspiegel und die LDL-Werte konnten in der mit dem Extrakt behandelten Gruppe deutlich gesenkt werden.

Antimikrobielle und antimykotische Wirkung

Das Extrakt aus Olivenblättern hat sich als wirksames Mittel für die Hemmung des Wachstums verschiedener (sowohl grampositiver als auch gramnegativer) Bakterienstämme, Hefepilze und Parasiten, darunter Plasmodium malariae, erwiesen. Was den Wirkungsmechanismus betrifft, gibt es zwei belegte Vermutungen: Inaktivierung der Zellenzyme, die bei die Bakterienvermehrung eine grundlegende Rolle spielen; direkter Angriff auf die Zellmembran mit daraus folgendem Verlust von intrazellulären Komponenten.

Die Endwirkung besteht in der Hemmung der Verbreitung und Entwicklung mikrobischer, mykotischer und parasitärer Infektionskrankheiten.

Thyreostatische & blutzuckersenkende Wirkung

Thyreostatische Wirkung

Eine im Jahr 2002 durchgeführte Vorstudie hat gezeigt, dass das Extrakt aus Olivenblättern den Wert des Schilddrüsenhormons T3 bei einem Hormonüberschuss in allen untersuchten Dosierungen schon nach nur 14 Tagen Behandlung je nach Dosierung bedeutend senkt.

Blutzuckersenkende Wirkung

Neben der erwähnten gefäßerweiternden Wirkung wurde auch eine positive Wirkung auf den Blutzuckerspiegel festgestellt. Bei Ratten, die an durch Alloxan hervorgerufenem Diabetes leiden, konnte eine Menge von 16 und 32 mg/kg des Extrakts die Blutzuckerwerte beträchtlich senken und je nach Dosierung auch zu einer höheren peripherischen Glucose-Aufnahme führen. Außerdem zeigte der Inhalt in Luteolin und Oleanolsäure bei Ratten mit Diabetes eine hemmende Wirkung auf den Blutzuckeranstieg nach dem Essen.

Entzündungshemmende Wirkung

Die Aktivität von Oleuropein bei der Prävention der Bildung von freien Radikalen hängt scheinbar von seiner Chelat-Wirkung auf metallische Ionen wie Eisen und Kupfer ab, die als Katalysatoren der Synthese von Peroxiden und Entzündungsenzymen fungieren. Besonders hervorzuheben ist, dass Oleuropein in der Lage ist, die Synthese der Lipoxygenase zu hemmen, ohne dabei jedoch auf die Zyklooxygense einzuwirken. Außerdem können Hydroxytyrosol, Oleuropein und Tyrosol die Produktion von freien Radikalen durch Leukozyten hemmen und so eine übermäßige Entzündung, die auf die Immunabwehr dieser Zellen zurückzuführen ist, einschränken; all das ohne jegliche Anzeichen von Giftigkeit.

Jüngste Untersuchungen haben sich auf einen möglichen sekundären Wirkungsmechanismus durch die entzündungshemmende Aktivität konzentriert, der wahrscheinlich auf eine Anti-Komplement-Wirkung zurückzuführen ist. 

Schmerzstillende Wirkung

In der traditionellen Medizin werden Olivenblätter schon immer als Mittel gegen Schmerzen und Rheuma verwendet. Bei einem 2010 durchgeführten Test an Ratten wurden die Einflüsse des Extrakts auf die Schmerzschwellen im Vergleich zu Morphin untersucht. Die Ratten wurden dabei in zwei Gruppen unterteilt und verschiedenen Behandlungen unterzogen, um die Schmerzschwellen zu untersuchen. Einer Gruppe wurde Morphin verabreicht, der anderen das Olivenblattextrakt.

Die Ergebnisse haben gezeigt, dass das Extrakt (bei einer Dosierung von 50-200mg/kg i.p.) je nach Dosierung eine schmerzstillende Wirkung hat. Insbesondere wurde festgestellt, dass es zu einer starken Verminderung der Schmerzen kam, so dass eine Anwendung und/oder Behandlung von schmerzhaften Zuständen denkbar ist. 

Antioxidative Wirkung

Die Schutzwirkung auf die Oxidation der Zellen durch Oleuropein ist durch zahlreiche Studien belegt; sie erfolgt, so die Untersuchungen, durch die Hemmung von Hypo-Chlorwasserstoffsäure, einer Verbindung mit einer besonders ausgeprägten Oxidationswirkung, die von Neutrophilen am Ort der Entzündung freigesetzt wird und große Schäden an Proteinen verursachen kann. Laut Studien hat Oleuropein Scavenging-Fähigkeiten gegenüber Stickstoffmonoxid und kann zugleich die Synthese vermehren, indem es die Konzentration von Stickstoffmonoxid-Synthasen (iNOS) in der Zelle erhöht. Oleuropein hemmt die Oxidation von Low Density-Lipoproteinen (LDL) durch Kupfersulfat effizient und je nach eingenommener Dosis.

Die antioxidative Wirkung von Oleuropein wurde an Tieren erprobt, insbesondere an isolierten Rattenherzen. Dabei wurde im Herzen der Ratte eine allgemeine Ischämie hervorgerufen. Dazu wurde das Herz 30 Minuten lang von der Blutzufuhr abgeschnitten, bevor dann die Durchblutung wieder hergestellt wurde. Das abführende Herzkranzgefäß wurde in bestimmten Intervallen entnommen. Dabei wurden die Creatin-Kinase-Aktivität und das Verhältnis zwischen reduziertem und oxidiertem Glutathion untersucht. Außerdem wurde der Grad der Lipidperoxidation  gemessen, indem die Konzentration von thiobarbitursäure-reaktiven Substanzen im Muskel gemessen wurde.

Die Testergebnisse bestätigen die starke antioxidative Wirkung des Phytokomplexes und bekräftigen die Vermutung, dass diese Aktivität hauptsächlich mit dem vorhandenen Oleuropein zusammenhängt.

Antitumorale Wirkung

Zahlreiche Belege und Studien zeigen die wachstumshemmende Wirkung des Phytokomplexes. Es wurde nachgewiesen, dass Oleuropein eine hemmende Wirkung auf das Zellenwachstum einiger Krebsarten hat. Eine interessante Studie aus jüngster Zeit hat die Wirkung des Phytokomplexes bei Bauchspeicheldrüsenkrebs, der fünften Todesursache im Zusammenhang mit Krebs in den westlichen Ländern, gezeigt.

Die Untersuchung verglich dabei den Inhalt in phenolischen Zusammensetzungen, Flavonoiden und Oleuropein in verschiedenen Arten des Olivenblattextrakts mit der antioxidativen und wachstumshemmenden Wirkung auf die Bauchspeicheldrüsenkrebszellen (MiaPaCa-2).

Die Ergebnisse haben gezeigt, dass der Phytokomplex bei einer Konzentration von 100-200 mg/ml die Lebensfähigkeit der Bauchspeicheldrüsenkrebszellen vermindern kann.

Wirkungen des Pflanzenextrakts aus Olivenblättern

Die meisten Wirkungen des Pflanzenextrakts aus Olivenblättern auf die Gesundheit kann auf die besonderen Inhaltsstoffe der Flavonoide und des Oleuropeins zurückgeführt werden. Letzteres Molekül ist in vielerlei Hinsicht aktiv, fördert das Gleichgewicht und versorgt andere im Phytokomplex enthaltene Moleküle mit Energie.

– antioxidative Wirkung

– entzündungshemmende Wirkung

– schmerzstillende Wirkung

– antitumorale Wirkung

– neuroprotektive Wirkung

– cholesterinsenkende Wirkung

– blutzuckersenkende Wirkung

– thyreostatische Wirkung

– gefäßerweiternde/antihypertensive Wirkung

– antiosteoporotische Wirkung

– antimikrobielle und antimykotische Wirkung

– antivirale Wirkung

Neuroprotektive Wirkung

Sehr reaktive Moleküle wie die freien Radikale sind wohl für viele degenerative Erkrankungen und Altersprozesse als Folge eines oxidativen Schadens der Zelle (hauptsächlich der Mitochondrien) verantwortlich. Dieses Phänomen erfolgt physiologisch im Laufe des menschlichen Lebens und kann von einem falschen Lebensstil oder durch Erkrankungen beschleunigt werden. Ein Teil des oxidativen Schadens, der zu einer Funktionsstörung der Zellen führt, kann nicht vollständig wiedergutgemacht werden.

Die Membranen der Mitochondrien reagieren sehr empfindlich auf Angriffe freier Radikale, da an den Lipidschwänzen ihrer Phospholipide der Membran doppelte Kohlenstoff-Kohlenstoff-Verbindungen vorhanden sind. Dadurch sind Mitochondrien eines der anfälligsten Substrate für Oxidation. Dies kann zu neurodegenerativen Erkrankungen und zu kognitiven Beeinträchtigungen führen.

Zahlreiche Untersuchungen in vitro und in vivo haben die positiven Wirkung von natürlichen Polyphenolen bei der Hemmung freier Radikale und somit bei der Prävention von Erkrankungen gezeigt, die mit der Alterung und mit der Neurodegeneration im Zusammenhang stehen.

Aus einer Untersuchung geht hervor, dass Oleuropein die mit der Alzheimererkrankung zusammenhängende Aggregation von A-Beta senken und sogar vorbeugen kann. 

Der potentielle Wirkung von Oleuropein auf die Funktionstüchtigkeit des Gehirns bei Alzheimer ist analog zur Wirkung bei Arteriosklerose. Denn beide Erkrankungen im Zusammenhang mit dem Alter und in beiden Fällen besteht eine übermäßige Ansammlung von bestimmten Metaboliten (Cholesterin bzw. A-Beta), die schrittweise die Grundlage für die genannte degenerative Krankheit schaffen.

Der Zusammenhang zwischen Herzerkrankung, hohem Cholesterinspiegel (Hypercholesterinämie) und Alzheimer basiert auf der Tatsache, dass der krankheitserregende Mechanismus der drei Erkrankungen sehr ähnlich ist. Die Indizien dafür, dass die Therapien zur Kontrolle des Cholesterinspiegels die Ablagerung von A-Beta vermindern können, sprechen dafür, dass Oleuropein bei der Prävention von Ablagerungserkrankungen wie Arteriosklerose und Alzheimer eine Rolle spielen könnte.

Oleuropein und seine Wirkung

Der wichtigste Bestandteil des Phytokomplexes ist Oleuropein – ein 1908 zum ersten Mal isoliertes Molekül, das für viele der Heilwirkungen des Olivenblattextrakts verantwortlich ist.

Oleuropein ist auch in den Oliven und dem Öl der Olivenbäume (Olea europaea) enthalten, doch im Phytokomplex ist es weit konzentrierter.

Es handelt sich um einen Bitterstoff mit Diglucosid-Struktur. Durch basische Hydrolyse werden Glucose und Aglycon O-Diphenol freigesetzt, durch saure Hydrolyse werden Glucose und Alkohol aus (3,4-Dioxy-Phenyl)-Ethanol freigesetzt.

Chemisch gesehen gehört Oleuropein sowohl zu der Familie der Iridoiden, die in den Ölbaumgewächsen und Enziangewächsen besonders stark vorhanden ist, als auch zu den Terpenen, die hingegen typisch für an ätherischen Ölen reichen Pflanzen sind.

Iridoide sind gewöhnlich Glycosid-Zusammensetzungen, die durch den sekundären Stoffwechsel der Pflanzen als Vorstufe einiger Alkaloide zu Terpenoiden synthetisiert werden. Oleuropein ist insbesondere ein Ester aus 2-(3,4-Dihydroxyphenyl) Ethanol (Hydroxytyrosol) und besitzt ein für Iridiode von Ölbaugewächsen typisches Strukturskelett.

Unter den verschiedenen Heileigenschaften des Phytokomplexes des Olivenbaums werden viele dem Oleuropein zugeschrieben – insbesondere:

– antioxidative Wirkung

– entzündungshemmende/immunsystemstärkende Wirkung

– antimikrobische Wirkung

– neuroprotektive Wirkung